Anna Thur

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Schlagwort: Magazin

„Vier Musketiere“, ein bisschen Meeresnähe und viel Meinung

Der Barther Theatergarten ist wohl das, was man einen Geheimtipp nennt. Jeden Sommer gibt es einen Abenteuerklassiker, in diesem Jahr „Die vier Musketiere“. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, denn nach einem supercoolen „Robin Hood“ (2011) und den „Drei Musketieren“ (2014) versprach die Kombination Martin Schneider (Regie) und Ray Kupper (Kampfchoreografie) wieder Spaß. Und Spaß war auch wieder dabei: Auch!

Zuerst zum Spaß: Die Kulisse ist super und die Teile mit Action sind das, was die Bühne zu einem Geheimtipp macht. Ganz schwer begeistern die Waffen (angefangen bei wunderschönen Degen und coolen Rocker-Kanonen, die sich selbst nicht zu ernst nehmen und dadurch einen unglaublichen Charme entwickeln), die meisten Kämpfe ansich – es ist wie ein spannungsgewaltiger Tanz zwischen den Gegnern, ein Spiel voller Ernst und Eleganz, irre lebendig. Das ist das, was man von Ray Kupper gewöhnt ist und noch viel mehr, der wird immer besser und man freut sich schon darauf, was da noch kommt.

 

ABER: Dieser Bitch-Fight!

Mir fehlen immer noch die Worte. Er war großartig. My Lady (Martha Pohla) überzeugt die ganze Zeit (so fallen übrigens schauspielerisch auch Rochefort, D´Artagnan und Aramis auf). Aber erst in der Bitch-Fight-Szene zeigt sich das auf den Punkt. Der Fight ist großartig trainiert, sitzt und ist genau das, was modernes Theater ausmacht, in Games und Film auch immer mehr kommt: Tolle, feminine Figuren ohne sexistischen Rotz, stark, schön. Da denkt man an die neue Lara Croft, an Heldinnen.

Gut gekämpft und genial beendet: Constanze kann diesen Kampf mit My Lady nicht gewinnen, das passt nicht zu ihrer Rolle. D‘ Artagnan muss es beenden und Rochefort die Tote in einem Bild heraustragen, was doch optisch sehr stark an das erinnert, was RSA Films abliefert. Hammer. Und dramaturgisch hab ich da einen klitzekleinen Fangirl-Moment.

Die dunkle Seite

Vorab muss man sagen, dass in Barth auch mit Schauspielstudenten und Laien gespielt wird. Bisher habe ich das nie als Nachteil gesehen. Muss es ja auch nicht, wenn die Vorbereitung stimmt. Aber dieses Jahr wirkte Vieles unentschlossen und die Darsteller waren manchmal nicht ganz bei der Sache. Das muss nichts heißen, ich habe die Vorstellung zwei Mal gesehen und beide Male waren sehr unterschiedlich. Man kann also Glück haben und das Team hat einen guten Tag.

Irritierend ist auch das Buch. Es gibt schöne Stellen, ohne Frage. Martin Schneider weiß eigentlich schon was er tut. Aber auch hier bleibt das Gefühl zurück, dass man sich nicht richtig entscheiden konnte: Sind wir eine Tragödie oder eine Komödie. Und sorry, aber die Dialoge … Als gelernte Drehbuchautorin hab ich da sicher eine Macke, aber die DIALOGE!

Zwei Sachen haben mich aber so richtig geärgert und irritieren mich angesichts dessen, dass es ein Familientheater ist. Bei der zweiten Vorstellung die ich gesehen habe, schnappt sich einer der Musketiere die Bibel, reißt eine Seite raus und dreht sich eine Tüte. Geht gar nicht!

Das Zweite ist der Seximus. Unterhaltung darf sexy sein, wenn es nicht billig wird. Die zwei Geliebten von Musketier Porthos sind schon fast mehr als grenzwertig. Aber ganz furchtbar war das zweite Lied. Was da aus einem wunderschönen Tango gemacht wurde, ist geradezu ein Verbrechen. Ganz nebenbei schlagen die Kostüme, die dort getragen werden, völlig aus der Art und passen gar nicht zum Stück. Was ist da passiert? Vielleicht denke ich bei dem Lied aber auch zu sehr an das punky-heiße Video vom Gotan Project,  wer weiß.

 

Und nächstes Jahr?

Bei der Samstagsvorstellung gab es einen kurzen, heftigen Regenschauer. Das Stück wurde unterbrochen, die Zuschauer flüchteten unter ein Dach. D‘ Artagnan kam und bot auf sehr nette Weise an, im Theatersaal abzuwarten. Hinterher wurden die Bänke schnell trocken gewischt, mit dabei Bühnenleiter Martin Schneider. Und die Frau im Kassenhäuschen empfängt einen, als würde man zur Familie gehören. Das macht die Bühne aus. Da ist Herz. Deshalb werde ich wieder kommen und hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung gibt. Hoffentlich dann wieder mit jede Menge Kupper, Johann Christof Laubisch als D´Artagnan und gerne auch wieder mit etwas Hip hop.

 

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Danke, dass ich da sein und auch das Training fotografieren durfte!

MALTA: Epische Plätze // Epic sights

In Malta gibt es atemberaubende Plätze, nicht umsonst ist die Inselgruppe für ihre Drehorte in der Filmindustrie berühmt. Vielleicht kennst du schon das Azure Window, wo Game of Thrones gedreht wurde, oder du hast vom Popeye Village gehört.

Die epische Geschichte Maltas geht aber viel weiter zurück. Wie uns Homer berichtete, lebten hier Odysseus und Kalypso sieben Jahre lang an einem rotsandigen Strand. Und zwischen der Hauptinsel und Gozo liegt das kleine Comino, wo Piraten ihr Winterlager hatten und ihre Kaperzüge gestartet haben. So wusste es unser Guide Eric zu erzählen.

Ein Stückchen der geballten maltesischen Atmosphäre und Geschichte wird in einer ganz besonderen Nacht, ein Mal im Jahr, lebendig. Es ist am Karfreitag. Dann erstehen römische Soldaten und Cäsaren auf, werden religiöse Skulpturen andächtig durch die nächtlichen Straßen getragen.

Und natürlich gibt es wunderbare Plätze, an denen sich über all das nachlesen lässt …

 

 

Malta is full of epic sights and famous for great film locations. Maybe you already know the Azure Window at Gozo where they were shooting Game of Thrones. Or you heared about the Popeye Village.

But the epic history of Malta is going way back. Calypso and Ulysses were spending seven years at a lovely redsanded beach, so Homer told us. And between the principal island and Gozo this small island called Comino is located, where pirates used to overwinter and had their home base for attacking the people, so our guide Eric knews.

Nowadays the Maltese mystical athmosphere you‘ll find brought to live in a very special night once a year. At the goodfriday processions roman soldiers and caesars are raised from the dead, are religious scenes sculptured and walked humbly through the dark streets.

And of course, you find great spots for reading about all this …

 

Die schönsten Leseplätze // Stunning reading sights

Malta Leseplatz Anna Thur kleinEiner der definitiv schönsten Leseplätze auf Malta ist im Upper Baccara Gardens in Valetta. Er ist zwar zeitweise arg überlaufen, ruhige Ecken finden sich aber auch und der Ausblick ist unglaublich.

Wer es ruhiger mag, der geht lieber zum Hastings Garden, der völlig zu Unrecht weniger Erwähnung in Reiseführern findet. Denn hier hat man einen tollen Ein- und Überblick über die Stadtmauer. An kaum einer anderen Stelle sieht man so detailliert, wie gewaltig sie ist.

Wer gerne im Café liest, sollte unbedingt in Mdina das Fontanella besuchen. Mdina ist zwar insgesamt etwas zugig, weil es frei auf einem Hügel gebaut wurde. Aber die Stadt ist unglaublich schön und das Café bezaubernd. Also eine Jacke dabeihaben, wenn es nach Mdina geht, und sich in der kühleren Jahreszeit einfach einen Sitzplatz drinnen suchen. Es lohnt sich in jedem Fall.

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One of the most impressive sceneries for spending a quite hour while reading is at the Upper Malta Leseplatz sliema Anna ThurBaccara Gardens in Valletta. Sometimes a bit busy but the view is breathtaking.

More quite and absolutly undervalued are the Hastings Gardens. Just a view tourist find their way to this great place. Here you‘ll have a great insight at and about the Valletta Wall.

If you prefer reading in a cafe you definitly shouldn’t miss the „Fontanella“ in Mdina. But don’t forget to bring a jacket. Mdina was built at a hill with nothing surrounded. So it’s always a bit blowy. In cooler periods just find a place inside of the Fontanellas, it’s worth it anytime.

A quite place with great view: You might not expect these at a bubbly and lively city like Sliema. But down at the sea, just a view steps away from the mall, you will enjoy a great view over the harbour and Valletta aswell as tranquillity.

Kreativität auf Knopfdruck? Das braucht Zeit.

Madita Kohrt ist eine Bloggerin, die über Schreiben, Schreibtipps und Social Media für Autoren auf dem FederKiel Blog postet. Kennengelernt haben wir uns über Twitter und weil ich ihre Arbeit sehr mag, freue ich mich sehr, dass sie Zeit gefunden hat, für ein Interview zu meinem Werkstatt-Thema* Rede und Antwort zu stehen.

 

 

Was musst Du alles unter einen Hut bringen und was sind wichtige Punkte im Tagesprogramm, die Dein Schreiben beeinflussen?

Mein Tag ist eigentlich immer vollgepackt. Hausarbeit und Einkauf wollen regelmäßig erledigt werden, mein Mann und mein 2-jähriger Sohn brauchen Aufmerksamkeit, meine Social Media Kanäle müssen täglich gepflegt werden, mein Blog braucht jede Woche neue Beiträge, ich arbeite an mehreren Romanen und einem Kinderbuch, täglich lese ich diverse Webseiten und natürlich auch Bücher, und seit Kurzem schwinge ich wieder den Bleistift zum Illustrieren.

 

Ganz grundsätzlich: planst Du Deinen Tag, Deine Woche oder einen Zeitraum oder lässt Du alles auf Dich zukommen?

Fest auf die Minute planen kann ich eigentlich kaum, mein Sohn geht nicht in die KiTa und tobt immer um mich herum.

Wenn ich feste Termine habe, bin ich im Stress, denn mein Kleiner versteht es hervorragend, mir da einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Ich plane alles grob und flexibel für etwa 4 Tage im Voraus. Dabei heißt es dann nicht „Schreiben um 8 Uhr“, sondern „Schreiben nach dem Frühstück“. Das ist zwar weniger genau, aber dafür auch weniger anfällig für Stress.

Natürlich ist Routine sehr wichtig, sonst würde ich gar nichts schaffen. Mein Tag ist allein schon dadurch unterteilt, dass morgens das Frühstück mit meinem Sohn ansteht und etwas Lesen oder Spielen, mittags das Mittagessen und der Mittagsschlaf nicht vergessen werden dürfen und abends natürlich das Abendbrot und das Zubettgeh-Ritual warten.

Meinen Tag plane ich in 4 Etappen. Vormittagszeit, Mittagsschlafzeit, Nachmittagszeit und Abendstunden. Alles, was zu tun ist, packe ich im Tagesplan in einen dieser Zeitabschnitte.

Schreiben und Zeichnen plane ich hauptsächlich zu den Zeiten ein, in denen mein Sohn schläft.

 

Wenn Du planst, was nutzt Du dabei? Hast Du To-Do-Listen, gelbe Klebezettel oder irgendwelche Hilfsmittel?

Wirklich dringende und wichtige Erledigungen schreibe ich natürlich auf eine Liste, um sie nicht zu vergessen und immer vor Augen zu haben. Eine richtige To-Do-Liste ist das allerdings nicht. To-Do-Listen funktionieren für mich nämlich nicht.

Wenn ich alles auf die To-Do-Liste packen würde, wäre sie erschlagend lang. Ich müsste sie in Themenbereiche unterteilen, hätte dann mehrere Listen. Diese Vorstellung finde ich schrecklich. Selbst wenn ich dann Prioritäten verteilen würde, wüsste ich gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll.

Ich habe also eine kleine Liste mit den extrem wichtigen Erledigungen drauf, mit Fälligkeitsdatum dahinter. Die liegt immer neben dem PC.

Dann habe ich noch einen kleinen, länglichen Tischkalender, der pro Seite eine Woche und pro Tag ein paar Zeilen hat. Damit plane ich am liebsten. Die wichtigsten Punkte, die ich nicht aufschieben kann, kommen zuerst in die Zeilen eines Tages.

Danach dann für mich persönlich sehr wichtige Punkte, wie etwa das Schreiben.

Erst dann wird der Rest eingetragen. Und das nur, wenn Platz ist. Wenn der Platz für den Tag aufgebraucht ist, dann müssen diese Dinge warten und in eine freie Zeile an einem der späteren Tage einziehen. So kann ich sicherstellen, dass ich meine Tage nicht überlade, aber alles wirklich Wichtige trotzdem erledige.

 

Was sind Dinge, die Deine Zeitpläne durchkreuzen und wie gehst Du mit ihnen um?

Mein größter Zeitfresser und Plänedurchkreuzer ist natürlich mein Kind. Jeden Tag gibt es da mindestens eine Sache, die ich mir anders vorgestellt habe und dann umdenken muss, weil der Wirbelwind dazwischenkam. Oder die Arbeit meines Mannes. Er ist Lehrer und der Arbeitsaufwand der Dinge, die er Zuhause vorbereiten oder nachbereiten muss ist jeden Tag unterschiedlich.

Ich passe mich und meine Pläne einfach schnellstmöglich an. Es hilft ja nicht, sich zu ärgern, in den Stress hineinzusteigern oder frustriert aufzugeben und alles hinzuschmeißen. Das macht nur schlechte Laune und ändert den Ist-Zustand nun mal nicht.

Ich stelle mir dann die Frage, was wirklich wichtig ist und wo ich diese Punkte im jetzt anderen Tagesplan doch noch unterbringen kann. Es gibt immer einen Weg.

 

Schreiben braucht Kreativität: Ist die bei Dir planbar oder musst Du Freiräume schaffen, damit Du kreativ sein kannst?

Früher habe ich häufig nur dann geschrieben oder gezeichnet, wenn ich ganz meine Ruhe hatte und die Inspiration angeflogen kam. Das ist jetzt nicht mehr machbar. Ich muss nun jede Möglichkeit nutzen, um ein paar Worte auf Papier zu bringen, sonst würde ich gar nichts mehr schaffen.

Aber ich habe dadurch gemerkt: Kreativität auf Knopfdruck ist erlernbar! Es braucht nur Zeit und Gewöhnung und man muss es wirklich wollen.

Ich kann heute in fast jeder Situation schreiben. Ich kann beim Essen schreiben. Ich kann beim Kochen schreiben. Ich kann schreiben, wenn der Kinderkanal laut läuft und ich mit meinem Sohn auf dem Spielteppich sitze – Stift in der einen, Auto in der anderen Hand. Ich kann beim Spaziergang oder beim Spielen im Park schreiben. Ich kann liegend, im Dunkeln, auf dem Bett schreiben.

Das ist auch der Grund, wieso ich fast ausschließlich mit Stift und Papier schreibe. Sie sind klein, mobil und immer einsatzbereit. Alles, was ich brauche, damit mir die nächste Idee oder der nächste Satz einfällt, ist der Stift in der Hand, der Blick auf den Notizblock und der Wille, jetzt etwas zu schaffen.

 

Liest Du Bücher zu dem Thema und gibt es welche, die Du besonders empfehlen kannst?

Bücher, die mir im letzten halben Jahr bei Zeitplanung, Kreativität und meiner Sichtweise geholfen haben, waren:

„Zeit zum Schreiben“, Richard Norden

„How To Stop Time“, Derek Murphy

„Kreativität lernen – Mit sechs einfachen Kreativitätstechniken“, Madame Missou

 

 

*Mittwochs blogge ich über Werkstatt-Themen und bis Ende März gehört der Mittwoch dem Thema “Zeit“.

Illustration „Ein Buch entsteht“: Alle Rechte liegen bei Madita Kohrt http://feder-kiel.blogspot.de/.

Zeiträuber: Fieslinge, die dich vom Schreiben (oder Rest deines Lebens) abhalten.

Heute sollte es in der Mittwochswerkstatt um „Zeiträuber: Oder 10 Dinge, die versuchen, dich vom Schreiben Rest deines Lebens abzuhalten“ gehen. Was ich für meinen Artikel heute angedacht und mir dazu notiert hatte, ist zusammen mit meinem Rechtschreibprogramm weg. In den letzten drei Tagen hatte ich heftige Auseinandersetzungen mit meinem Computer, der ein Update nicht verdauen wollte. Am Ende sind

a) eine jungfräuliche Festplatte und

b) zu wenig Ernsthaftigkeit für den Rest der Woche übrig geblieben.

 

Deshalb habe ich spontan neue Zeiträuber in die Top Ten gewählt:

1. Spannende Bücher: Die Gefahr lauert an allen Ecken. Spannende Bücher rauben dir den Schlaf, lassen dich morgens eher aufwachen, weil du schnell noch … Entsorge am besten alle Bücher, denn dann hast du folgendes Problem nicht mehr:

 

2. Bücherregal nach Alphabet oder Farben sortieren.

 

3. Überhaupt. Ordnung wird völlig überschätzt. Nur im reinen Chaos gedeiht – ja was eigentlich? Egal, nie wieder aufräumen spart unheimlich Zeit.

 

4. Mode? Lösung: Schaff dir 5 bis 10 Shirts in einer Farbe an. Dazu passend gleiche Strickjacken und Jeans. Irgendwie kommst du damit durch alle Lebens- und Wetterlagen. Accessoires, raffinierte Kombinationen, Schuhe mit verschiedenen Absatzhöhen: alles Zeiträuber.

 

5. Ernährung. Kochen! Unglaublich, wie viel Zeit hier verschwendet wird, die du lieber in ein neues Buch stecken kannst. Gurke, Äpfel plus „Schütte-einfach-heißes-Wasser-drauf-Gerichte“ reichen völlig. Und langsam essen: Unnötig zu erwähnen, oder?

 

6. Sport ist zwar gesund, wichtig, sorgt sogar für einen klaren Kopf und mehr Kreativität (Studie Stanford – Link ist irgendwo in meinen Backups). Aber je mehr du trainierst, desto mehr Sport musst du machen. Immer mehr Zeit geht drauf, an der du blöderweise dann auch noch Spaß hast. Igitt Spaß.

Besonders schlimm ist es mit Sportarten wie Schwimmen, wo Wegezeit, Föhnzeit noch dazu kommt. Und hinterher tut dir der kleine Finger weh und das Hämmern auf die Tastatur wird dadurch behindert. Besser man sucht sich entweder einen Sport, der wenig Zeit erfordert, oder lässt es ganz. Lebt man auch nicht so lange – wieder Zeit gespart.

 

7. Schlafen: Das ist reine Zeitverschwendung. Sonst kriegst du vielleicht noch einen klaren Kopf – ganz gefährlich.

 

8. Dir ist dein Sinn für Humor verloren gegangen und du musst ihn suchen. Denn ohne macht das Leben einfach keinen Spaß und du wirst sogar selbstmordgefährdet. Fang am besten an, deinen Humor im Keller zu suchen. Der ist hinterher wenigstens schön aufgeräumt. Wenn du ihn dort nicht gefunden hast, dann hilft vielleicht noch leichte Unterhaltung. Viel schlimmer ist es da nur noch, wenn dir

 

9. Die Ausreden gehen Dir aus, warum du nicht schreiben kannst. Es dauert Stunden, bis dir neue einfallen. Stunden in denen du dich zurückziehen oder anderweitig sinnlos ablenken musst, um Gründe zu finden, die dich abhalten.

 

10. Auf Nummer 10 warten.

Kinderstar, Panem-Präsident und Profikiller in einem

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Es gibt Menschen, die können alles sein. Sie sind der Star der Kinder und einen Tag später an der Seite von Bruce Willis ein Profikiller – die Rede ist von Schauspielern. Doch von diesem Schauspieler kennen die meisten die Stimme, nicht aber sein Gesicht: Jürgen Kluckert. Mit ihm habe ich stundenlang in einem Café gesessen und über sein Leben geplaudert. Das war ein riesen Spaß, denn er kann nicht nur aus einer Minute ein dramatisches Feuerwerk machen sondern auch unheimlich lustig sein. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke dafür und Glückwunsch, denn Ende Dezember wird er 71 Jahre alt. Das Resultat des Gesprächs könnt Ihr übrigens in Ivar Leon Mengers Psychothriller.Club nachlesen.

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Nur nicht erschrecken, um Brecht, „Transformers“, „Independence Day“, Ronja Räubertochters Papa Mattis, „Charmed“, „Heart of Dixie“, „R.E.D.“, „Robin Hood“, Stephen King, Chuck Norris, Benjamin Blümchen, „Sponge Bob“, „Catch me if you can“, „Up in the Air“, „Alien“, „Police Academy“, „Tribute von Panem“, „Miami Vice“, „The Crow“, „Die Schwerter des Königs“, „Cagney & Lacey“, „Ghostbusters“, „Loaded Weapon“ und all die anderen Rollen aus 40 Jahren Schauspielerei, Synchronisation und Sprechen geht es nur am Rande.

Wo er noch mitgewirkt hat: weiterlesen auf der Synchronkartei.

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Bilder: © Rainer Raschewski

Ein dunkler Geheimauftrag im Psychothriller.club

Seit gestern gibt es ein neues dunkles Geheimnis in Ivar Leon Mengers Psychothriller.club. Diesmal ist es nicht einfach, die passenden Worte zu finden, um diese Geschichte anzukündigen. Denn hinter dem dunklen „Geheimauftrag“ von Claudia steckt ein schweres Schicksal. Doch es soll raus, soll erzählt werden, damit wir alle verstehen: Wir müssen auf uns selbst aufpassen, auf das, was uns ausmacht. Erkennt Euren Kern und passt auf ihn auf. Das ist, was man von Claudia lernen kann. Deshalb hat uns Claudia ihre Geschichte anvertraut.

„Mein dunkles Geheimnis“ – Magazin im Psychothriller.Club

Jetzt ist es offiziell: Der Psychothriller.Club von Ivar Leon Menger hat auf der brandaktuellen Leseplattform seit heute auch Magazinbeiträge. Der Auftakt zur Reihe „Mein dunkles Geheimnis“ ist Todds dunkles Hobby. Wer ihn als Marketing-Kollegen kennt, weiß nicht, was er Montagsabends in seine Tasche packt, um sich mit drei Mittätern im Keller zu treffen …

47MillionDollars

Foto: Anett Schulz Blubrumfisch

Filmmuseum: Traumfabrik und Marco Polo

Das Filmmuseum Potsdam ist wieder geöffnet. Nach anderthalb Jahren ist der Marstall, in dem sich das Museum befindet, saniert, der Brandschutz modern. Zu sehen gibt es die Dauerausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg“ und bis November 2015 die Wechselausstellung zur Animationsserie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“, die seit Oktober 2014 auf dem Kika läuft. So viel vorab: Es lohnt sich richtig, beide Ausstellungen anzuschauen und Zeit dafür mitzubringen.

Die Dauerausstellung

In der unteren Etage des Filmmuseums auf der rechten Seite ist die Dauerausstellung. Sie dreht sich um das, was in den letzten 100 Jahren in Babelsberg produziert wurde: von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ über Tarantinos „Inglourious Basterds“ bis hin zur „Sonnenallee“ oder historischen Produktionen. Einzelne Gewerke werden vorgestellt und man kann bspw. In der Schnittabteilung einen eigenen kleinen Film schneiden oder zusammensetzen. Wer Teil der Traumfabrik werden möchte, eine Rolle in der „Sonnenallee“ oder in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (ja, DER Film) ergattern möchte, spricht in der Casting-Box vor. Kleine Mitschnitte werden in einen der Filme transferiert und per Mail kann man sich das Werk nach Hause mailen lassen. Kurz nach Ausstellungseröffnung hat das allerdings bei uns nicht funktioniert, hoffen wir, dass es inzwischen geht. Im Minikino gibt es am Ende der Ausstellung noch ein Medley der beliebtesten und berühmtesten Babelsberg-Schöpfungen. Und dann sind wir gewappnet für die obere Etage und einen Ausflug in die Welt des großen Abenteurers.

„Die Abenteuer des jungen Marco Polo“

Nach Presseberichten hat die Ausstellung 300000 Euro gekostet und die sind zu sehen. In liebevoller Kleinstarbeit sind Marktstände entstanden, wurden Kulissen angemalt, brennt ein Feuer, laden alte Bücher zum entdecken ein, wecken Türen, hinter denen sich Filmausschnitte und Spiele verstecken, die Neugier: so geht Ausstellung 2014. Nach zwei Stunden Informationsflut kommt dann vor allem auch eins gelegen: Mitten im orientalischen Basar, zwischen Gewürzen und exotischen Marktwaren lassen wir uns auf Teppichen und glitzernden Kissen nieder, um eine Runde fernzusehen. Marco Polo natürlich.

Weitere Infos

Zur Dauerausstellung gibt es hier: http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/381-0.htm.

Die Marco-Polo-Wechselausstellung ist bis zum 01.11.2015 zu sehen. Im Internet ist sie unter http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/432-0.htm zu finden.

Das Filmmuseum ist auf Facebook https://de-de.facebook.com/filmmuseumpotsdam und twittert hier https://twitter.com/filmmuseumpotsd.

Im Filmmuseum gibt es übrigens auch wieder ein Programmkino und es scheint, dass der Spielplan etwas breiter angelegt ist. Im Eröffnungsmonat gibt es leider nicht „Night on earth“ (was mein persönlicher Filmmuseums-Klassiker ist), aber Jim Jarmusch fehlt natürlich nicht und auch Hitchcock ist vertreten. Seid gespannt auf Weiteres, ich werde berichten.

Sommertheater: Drei Musketiere

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Thema von Anders Norén.