Anna Thur

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Schlagwort: Blogparade

[Blogparade] „Worst & ugliest 2015“ von Alex‘ Bücherwahnsinn

Die Alex vom Bücherwahnsinn hat gefragt, welche unsere schlimmsten Bucherfahrungen 2015 waren und das sind meine:

Worst E-Book: Der Sommer der Freiheit

9783426512166Zugegeben: Bücher dieser Art sind nicht unbedingt meine Lieblingsbücher, aber ab und an kann es ganz nett sein, so etwas zu lesen. Doch leider nicht bei diesem Buch, bei dem ich auch nicht bis zum Ende gekommen bin. Für mich ist essenziell an einem historischen Roman, dass er es schafft, das ganz besondere Ambiente einer Epoche so einzufangen, dass er für uns, heute, interessant ist. Das schafft die Autorin leider nicht. Nett formuliert. Denn eigentlich war ich schwer enttäuscht, wie alt sie klingt, so als wäre sie selbst in diesem Jahr geboren und würde aus ihrem Leben berichten. Schade, denn der Plot ist okay.

Klappentext (Quelle: Droemer Knaur)

Selma ist die Tochter einer angesehenen Zeitungsverlegerfamilie und fährt mit ihrer Familie wie jedes Jahr in die Sommerfrische nach Baden-Baden. Man genießt das elegante Ambiente, die Konzerte und Bälle. Selma hat gerade – zum Entsetzen der Mutter! – das Autofahren gelernt und wartet ungeduldig auf die Ankunft ihres Verlobten Gero. Da lernt sie bei einem Ausflug ins nahe gelegene Elsass den französischen Fotografen Robert kennen – und es ist um sie geschehen. Doch wir schreiben das Jahr 1913, und bald wird der Geliebte zu den Feinden zählen …

 

Worst Buch: John Green

Inzwischen habe ich noch ein paar andere Bücher abgebrochen, aber keines war so wie John Green und hier steht warum

Worst Titel: Man müsste mehr ans Meer

Kein sein, dass ich da inzwischen ein Twitter-Trauma habe, aber da geht es ständig um Meer und mehr Meer und so weiter. So viel, dass ich mich inzwischen Frage, ob das twittertypisch ist und einfach nur die Bergfetischisten woanders unterwegs sind oder ob alle Welt immer nur ans Meer will. Und dann bin ich auf diesen Titel „Man müsste mehr ans Meer“ vom (Augenzwinker) Herausgeber Magnus See gestoßen. Sorry, geht nicht.

Das hätte übrigens fast nur der Titel „Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren“ von Antonia Baum aufgrund der Länge getoppt.

 

Worst Cover: Wie Anatolij Petrowitsch Moskau den Rücken kehrte und beinahe eine Revolution auslöste

 

Wie Anatolij - webWenn Anatolij Petrowitsch gewusst hätte, welche Schwierigkeiten ihm ein kleiner Urlaub beschert, wäre er wohl einfach in Moskau geblieben. So bringt ihn ein fälschlicherweise als Dienstreise ausgewiesener Auslandsaufenthalt ins Visier der russischen Ermittler. Aber da ist ja auch noch Tatjana, die in Ungnade geratene ukrainische Journalistin, die sein Leben nachhaltig verändert, seine Tochter, die einen Nichtsnutz ehelichen will, und Michail, der auch ganz andere Probleme hat. Ein Schulterklopfen von Präsident Putin hilft da nicht viel. Anatolij Petrowitsch, der am liebsten seine Ruhe hätte, sieht sich plötzlich zwischen den Fronten, wird vom Geheimdienst verfolgt, und ist gezwungen, seine eigene Position zwischen Nationalstolz und Regimekritik neu zu definieren.

Katharina J. Ferner
Wie Anatolij Petrowitsch Moskau den Rücken kehrte und beinahe eine Revolution auslöste
Roman
ISBN 978-3-9503991-6-5
160 Seiten
Hardcover
EURO 19,90 (A + D), CHF 28,50
VÖ 7.9.2015

[Blogparade] Astrid Lindgren

Zum Donnerdrummel nochmal: Ronja Räubertochter!!! Das ist Astrid Lindgren zuallererst für mich, oder „Die Brüder Löwenherz“. Aber mein absolutes Lieblingsbuch von ihr, das, das ich immer wieder gelesen habe und im Winter noch lese, ist „Pippi feiert Weihnachten“. Gleich danach kommt Tomte Tummetott.

„Wiesu denn bluss, wiesu denn bluss, wiesu macht sie denn das?“ Ich mag einfach, dass diese drei Geschichten so schlicht sind, ohne banal zu sein. Das sind die kleinen feinen Beobachtungen, die eine dichte Atmosphäre zeichnen.

Bei Pippis Weihnachtsfest kommt natürlich ihre punkige Fröhlichkeit dazu. Wie sie mit dem Pferd die Treppe raufsteigt, den Weihnachtsbaum auf dem Kopf hat, einfach wild die Feiertage angeht und damit die Stimmung dreht, von bedächtig-traurig in fröhlich. So sollte Weihnachten sein. Federleicht.

Die Bücher spielen aber erst seit ein paar Jahren eine Rolle für mich. Als Kind oder Jugendliche kannte ich sie gar nicht. Die Filme habe ich zwar gesehen, aber im Print sind mir die Sachen gar nicht untergekommen.

Erst mit Anfang 20 bekam sie wirklich Bedeutung, als ich „Die Brüder Löwenherz“ geschenkt bekommen und mich sofort in das Buch verliebt habe. Letztes Jahr allerdings habe ich es noch einmal in die Hand genommen und wollte es zusammen mit meinem Sohn lesen. Da habe ich gemerkt, dass es doch nicht immer und nicht zu jedem Kind passt. Wir haben es nicht beendet.

Wenn man in Schweden reist (was wir sehr gerne tun), sind Astrid Lindgren und ihre Figuren natürlich überall präsent, besonders in Smaland. Ich denke da an die „Astrid Lindgren Welt“ in Vimmerby oder an das Sommarland von „Kneippbyn“ in der Nähe von Visby, Gotland.

Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von Spaß- oder Freizeitparks, aber die beiden genannten sind mit so viel Liebe gemacht: Das ist Spaß pur. Und ganz nebenbei konnte ich mir dort den langgehegten Traum erfüllen und Autoscooter fahren, bis ich keine Lust mehr hatte. Einfach schön und wunderbar: wie die Geschichten von Astrid Lindgren.

 

Übrigens sind gerade Astrid Lindgrens Tagebücher im Ullstein Verlag erschienen.

Die Menschheit hat den Verstand verloren

Klappentext: Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Noch bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse? Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Neben dem Kriegsgeschehen erzählt sie von ihrem Familienleben und den ersten Schreibversuchen: 1944 schenkt sie ihrer Tochter das Manuskript von Pippi Langstrumpf zum Geburtstag. Das persönliche Zeitdokument einer sehr klugen Frau, die schon immer den Blick für das große Ganze hatte.

Hardcover ISBN: 9783550081217

E-Book ISBN: 9783843711753

 

Woran denkt Ihr, wenn Ihr den Namen Astrid Lindgren hört?

 

Zur [Blogparade]: Ramona vom Kielfeder-Blog hat sich diese Blogparade anlässlich des Geburtstags von Astrid Lindgren am 14. November ausgedacht.

[Blogparade] Best Heroines – Top 10 der besten starken Frauen in Film und TV

Die Königin der Blogparaden, die Singende Lehrerin, fragt nach unseren liebsten Heldinnen, nach starken Frauen aus Film und Fernsehen. Ein tolles Thema und hier sind meine 10:

 

Vikings‘ Lagertha (Katheryn Winnick)

Lagertha, die erste Frau von Ragna Lothbrok, ist unabhängig, stark und trotzdem feminin. Sie kämpft als Schild-Maid gleichberechtigt zwischen den Kriegern. Sie ist unnachgiebig, wenn es um den Schutz ihrer Familie geht. Sie ist bedingungslos in der Liebe und bei Entscheidungen. Und darüber hinaus ist die Umsetzung eine tolle Zeitreise, die Wikinger differenziert zeigt und die Ausstattung wurde mit Liebe gemacht.

[pexyoutube pex_attr_src=“https://www.youtube.com/watch?v=lAz0Cby3soY“][/pexyoutube]

Quelle: Red Carpet News TV

 

Millenium Trilogie und besonders ‚Verblendung‘: Noomi Rapace ist Lisbet Salander

Sie ist zielstrebig, unberechenbar, wild, klar. Im Buch wie im Film eine bemerkenswerte Frauenfigur. Die trotzdem manchmal etwas traurig macht. Zum Beispiel als sie die Lederjacke für Mikael Blomkvist hat schneidern lassen und sie dann in der Mülltonne versenkt, weil sie ihn mit einer anderen Frau sieht. Konsequent und nachvollziehbar, trotzdem bis über die Schmerzgrenze hart.

 

‚Hancock‘ Charlize Theron als Mary

[pexyoutube pex_attr_src=“https://www.youtube.com/watch?v=tXi9nFIXYFA“][/pexyoutube]

Quelle: Sony Pictures Germany

 

Geniale Dialoge, tolle Story: Charlize Theron ist in ‚Hancock‘ schon eine tragende Figur, aber weniger vordergründig. Trotzdem spielt sie die zwei Männer in ihrem Leben mit dem Wenigen, was sie spielt, fast an die Wand. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie lässig zum Kühlschrank geht, der auf der Straße liegt, weil sie ihn durch die Wand katapultiert hat, ist unglaublich. Die Dialoge sind großartig. Nur das Nötigste, absolut treffend. Aber das wirklich Größte ist die Story. Das nenne ich eine starke Frau: Ihre Liebe verlassen, weil es nicht anders geht, liebevoll für andere da sein, sensibel und auf den Punkt durchsetzungsfähig. Und trotzdem den Mann Mann sein lassen. Das ist eine große Kunst. Auf der Leinwand wie im Leben.

 

‚Marvel’s The Avengers‘: Scarlett Johansson als Black Widow

Die schwarze Witwe hat eine üble Vergangenheit und ist als Charakter nicht immer klar zu fassen. Doch jeder hat eine zweite Chance und Jede so schöne Kampfszenen und Kostüme wie Scarlett Johansson als Natasha Romanoff // Black Widow verdient.

 

Das ist eine rein oberflächliche Wahl:

Angelina Jolie in ‚Wanted‘: heiß, präzise, unterhaltend.

Angelina hat schon in ‚Der Tourist‘ und in ‚Mr. & Mrs. Smith‘ beeindruckt. Aber hier noch einmal mehr. Gerade wahrscheinlich auch wegen der Story und ihrer Rolle. Denn eine ganz grundlegende Frage steht im Raum: Wie weit darf man gehen?

Sie macht gute Action-Szenen, die man ihr durchaus abnimmt. So wie bei Bruce Willis, die unglaublichsten Autostunts, die einfach Spaß machen. Und ich mag ihren Blick. Offene Augen, die aber selten wirklich böse aussehen. Sie sieht eher immer aus, als würde sie spielen.

 

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Die Qual der Wahl

Am Anfang konnte ich mich nicht wirklich zwischen Lisben aus Mentalist, Kate Beckett aus Castle, Beth Davis aus Stalker, Catherine Chandler aus Beauty & the Beast oder Abbie Mills aus Sleepy Hollow entscheiden. Diese dunkelhaarigen Crime-Heldinnen Schrägstrich Polizistinnen scheinen sehr beliebt zu sein, doch leider sind sie inzwischen auch oft ein wenig stereotyp. Trotzdem ist mir eine besonders ans Herz gewachsen, weil es die Serie insgesamt ist: Hawaii Five-O und als daraus Kono Kalakaua gespielt von Grace Park.

 

Abby in NCIS (Pauley Perrette)

Ganz und gar nicht stereotyp trotz Crime-Serie ist Abby Sciuto (Pauley Perrette).

Es ist schon so lange her, dass ich nicht mehr genau sagen kann, in welcher Staffel es war und was die Details sind. Aber wenn ich an Abby denke, sehe ich sie bei ihrem Abstecher nach Mexiko, in der gleißenden Sonne mit ihrem schwarzen Schirm. Und das ist auch die Episode, warum ich sie ausgewählt habe. Natürlich nicht, weil sie in der Sonne in Schwarz aushält, sondern weil ihr Ausflug nach Mexiko und das was danach kam, so sehr für ihre Stärke, Loyalität und ihr Verhältnis zu Gibbs steht. Die beiden verbindet etwas, trotz ihrer Ungleichheit.

Und abgesehen davon ist Abby toll, weil sie so nerdy besessen ihre Aufgaben in ihrem Kabuff löst.

 

Orphan Black

Bei Orphan Black ist dann natürlich die Frage, welche der Rollen man jetzt am besten findet. Und es ist unheimlich schwer, das von der schauspielerischen und dramaturgischen Leistung zu trennen, die vollbracht wurde, um mit einer Frau diese diversen Rollen auszufüllen. Da ich mich hier an der Stelle nur für eine entscheiden darf: Sarah Manning (Tatjana Maslany).

 

Xena (Lucy Lawless)

Es ist verdammt lang her (1995 bis 2001) und nicht viel ist im Gedächtnis geblieben. Ist auch nicht mehr unbedingt eine Serie, die man heute schaut. Ästhetisch, dramaturgisch gehört das einfach in eine andere Zeit. Aber zu dieser Zeit war sie toll, stark und wichtig. Einfach gute Unterhaltung.

 

Antihelden: Thelma & Louise

Es ist schwierig, Thelma und Louise als Heldinnen darzustellen. Denn da muss ich sofort daran denken, wie Susan Sarandon (sie war es, glaube ich), zum Jubiläum letztes Jahr sinngemäß meinte: „Manchmal kommen Frauen auf mich zu und sagen, wie toll sie die Geschichte gefunden haben und dass sie sie mit ihren Freundinnen nachspielen. Ich frage dann immer skeptisch: ‚Und: Welchen Teil?‘.“ Die Geschichte ist nicht witzig. Doch trotz aller Tragik steckt eine bewundernswerte Stärke in den Frauen und besonders in Louise Sawyer (Susan Sarandon). In der Story steckt Kraft und wenn ich an starke Frauenfiguren denke, denke ich auch an Thelma & Louise.

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Quelle: MGM (Metro Goldwyn Mayer)

5 Bücher für 2015

Die Singende Lehrerin hatte dieses Blogstöckchen zugeworfen bekommen und ich greife es von ihr auf: Diese 5 Bücher will ich 2015 unbedingt noch lesen.
SHOTGUN LOVESONGS von Nickolas Butler
steht an allererster Stelle. Bis zu Seite 160 bin ich schon gekommen, weiter hat mich bisher leider ein Produktionsfehler nicht kommen lassen. Denn bei mir kommt danach Seite 241. Das Buch ist aber bisher wahnsinnig gut und sobald ich das neue Buch habe, in dem dann hoffentlich auf Seite 160 die 161 folgt, geht es weiter. Was ich an „Shotgun Lovesongs“ so mag? Es ist eine klare, warme Sprache, die in ganz einfachen Tönen aus der Sicht der einzelnen Protas erzählt. Mühelos werden da die kleinen und großen Dramen erzählt, die man im miteinanderleben mit Freunden so durchstehen muss. Es gibt Geheimnisse, ehrlich erzählt, warum sie da sind und sein müssen. Und es gibt einfach das Leben, dass faszinierend schlicht erzählt wird und doch so spannend ist.
Klappentext: Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt.
»Nickolas Butler hat mir mit seiner selten zu findenden Ehrlichkeit und einer wunderschönen, unaufgeregten Liebesgeschichte das Herz gebrochen.« Matthew Quick, Autor von »Silver Linings«

»Nickolas Butler hat ein Buch geschrieben, das so gut ist wie fünf Bier mit dem besten Kumpel.« KulturSPIEGEL

 

FEAR OF DYING: Von Erica Jong wird es bald ein neues Buch geben und das würde ich sehr gerne lesen. Mich interessiert vor allem auch, wie sich ihr Schreiben verändert hat.

Klappentext:

Four decades ago, Erica Jong revolutionized the way we look at love, marriage and sex. Her world-wide bestseller, FEAR OF FLYING opened the doors for writers from Jennifer Weiner to Lena Dunham. Now she does it again by giving us powerful, new perspective on the next phase of women’s lives. Full of the sly humor, deep wisdom and poignancy we know from her poetry, fiction and essays, she delivers the novel women everywhere have been waiting for…FEAR OF DYING

As the afternoon of life looms over Vanessa Wonderman, she watches her parents age, attends doctor appointments with her pregnant daughter, and sits by the hospital bed of her husband, Asher, fifteen years her senior. With her best years as an actress behind her, she’s discovering that beginnings are easy, but endings can be hard.

Could her fountain of youth fantasies be fulfilled on zipless.com? A site inspired by the writings of her best friend, Isadora Wing, it promises „no strings attached“ encounters-and Vanessa is so restless that she’s willing to try anything.

Fear of Dying is a daring and delightful look at what it really takes to be human and female in the 21st century. Wildly funny and searingly honest, it is a story for everyone who has ever been shaken and changed by love.

 

Manchmal ist es ganz spannend zu sehen, wie sich Autoren entwickeln. Und besonders beeindruckend ist, wenn das Altern nicht in den Büchern zu lesen ist. Da war Richard Stark definitiv das herausragendste Beispiel und deshalb möchte ich von ihm noch einmal ein Buch lesen:

KEINER RENNT FÜR IMMER von Richard Stark

Klappentext:

Bankenfusion in der Kleinstadt. Parker erfährt davon von einem Vertrauensmann, dem allerdings nicht wirklich zu trauen ist. Komplizierter wird die Sache noch dadurch, dass die Frau des Bankdirektors ein Techtelmechtel mit dem Tippgeber hat. Außerdem sucht ein Kopfgeldjäger nach dem Spitzel, den Parker verschwinden lassen musste, noch bevor das Unternehmen überhaupt startete. Jeder will an das Geld, aber keiner hält sich an die Abmachungen, sodass der Aktionsplan für den Überfall ständig korrigiert werden muss – ein schwieriger Job für Parker, der für Präzision berüchtigt ist, aber auch dafür, dass er keine Kumpel kennt und kein Erbarmen mit Pfuschern. Nach Parkers glorreichem Comeback mit „Fragen Sie den Papagei“ ist dies der zweite Thriller, der den faszinierend coolen Helden in Hochform zeigt. Viele Parker-Romane wurden in den USA verfilmt, darunter „Point Blank“ mit Lee Marvin in der Hauptrolle.

 

THE SECRET JOURNEYS OF JACK LONDON – THE WILD von Christopher Golden ist auch ein Buch, für den ein Reread ansteht und ich möchte endlich die anderen beiden Bände lesen. Offen gestanden habe ich erst vor sehr Kurzem überhaupt festgestellt, dass es zwei weitere Bände gibt. Und die klingen auch verdammt gut. Im ersten Band ging es um Goldgräber im Wilden Westen. Klingt abgedroschen, aber das Buch war alles andere als das. Der Autor beschreibt sensibel wie es ist, über Monate in einer Hütte umgeben von Schneemassen festzuhängen, den Hunger, das Jagen, das Warten auf besseres Wetter, um endlich diesen Höllenflecken Erde verlassen zu können.

Klappentext:

The world knows Jack London as awriter who lived his own thrilling,real-life adventures. But there areparts of his life that have remainedhidden for many years, things even he couldn’tset down in writing. Terrifying, mysterious,bizarre, and magical —these are the Secret Journeys of Jack London. We meet Jack at age seventeen, followingthousands of men and women into the YukonTerritory in search of gold. For Jack, the journey holds the promise of another kind of fortune: challenge and adventure. But what he finds inthe wild north is something far more sinisterthan he could have ever imagined: kidnappingand slavery, the murderous nature of desperatemen, and, amidst it all, supernatural beasts ofthe wilderness that prey upon the weakness inmen’s hearts. Jack’s survival will depend on hisability to quell the demons within himself asmuch as those without.

Die anderen beiden Bände heißen „The Secret Journeys of Jack London – Sea Wolves“ und „The Secret Journeys of Jack London – White Fangs“. Sie sind im Gegensatz zum ersten Band bisher nicht auf Deutsch erschienen.

 

Und dann freue ich mich noch auf etwas Kurzes: Gleich bei mir um die Ecke gibt es den Verlag für Kurzes und der wird von einer sehr netten Kollegin, Marion Lili Wagner, betrieben. Bei ihren Mikrogeschichten und Zettelbiographien habe ich schon mitgemacht, bisher aber leider noch keine Zeit für ihre Mini-Bücher gefunden. Und besonders interessiert mich von Susanne Henke SIE TRANK TEE. ER WARTETE AB. ein Band mit Minikrimis.

Wie sieht es bei Euch mit Euren Leseplänen für 2015 aus? Ihr könnt auch gerne das Thema aufnehmen und darüber in Eurem Blog schreiben. Ich bin gespannt, was Ihr Euch für die zweite Jahreshälfte vornehmt.

[Blogparade] 10 Best Villians in Buch und Film

Die wahren Villians erhalten zuerst mal eine ganz klare Absage: Mit Bösewichten ist in der Realität ein klarer Schnitt zu machen. Nur im Buch, Film, Fernsehen sind sie die Triebfeder einer Geschichte. Von ihnen lässt sich lernen. Manchmal machen sie Spaß – wenn mit ihren Ambivalenzen gespielt wird. Und von Zeit zu Zeit hinterlassen sie Wut, treiben an, wie sie die Geschichte nach vorne bringen.

Diese zehn Bösewichte haben nachhaltig Spuren bei mir hinterlassen:

// Mark Strong als Godfrey in Ridley Scotts „Robin Hood“ (auch schön böse als Prinz im „Sternwanderer“): ein Hach für seine Eleganz.

// Peter O‘Toole als böser König im „Sternwanderer“

// Stellan Skarsgard für ein paar Sekunden als Loki in „Thor“

// Donald Sutherland als President Snow in „Die Tribute von Panem“. Hier schön ausgespielt bei seiner Wahl zum Villian 2014 beim Teen Choice Award:

 

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// Ed Harris als Christof, der Creator, in „Die Truman Show“: Die Netten, die mit warmen Worten Sicherheit versprechen, Geborgenheit, sind manchmal die Schlimmsten.

// Christoph Waltz als Hans Landa in Tarantinos „Inglourious Basterds“

// Jan Guillous „Evil – Das Böse“, voller böser Figuren, allen voran der Vater (das Buch hatte ich schon mal hier im Blog kurz vorgestellt): Da ist nichts lustig oder charmant. Schlicht ein Schläger.

// John Grishams “Michael“ Kurzgeschichte im Buch „Das Gesetz“: Der Anwalt, der hart und skrupellos für Ungerechtigkeit gekämpft hat. Jetzt wird über ihn gerichtet.

// Simon Scarrows die Markus – Reihe: Caesar als machthungriger, manipulativer und sehr vielschichtiger Politiker. Er hilft selbst seinen Feinden, wenn er einen Nutzen daraus ziehen kann. Sehr interessant zum Leben erweckt.

// Stieg Larssons „Verblendung“ (erster Teil der Millenium Trilogie), die Nazi-Familie: Besser kann man nicht zeigen, was ein Nazi ist.

 

 

Was sind Eure Lieblings-Villians?

 

Wer selbst seine 10 Villians aus Film//Serie//Literatur bloggen möchte: Bis zum 11. Juni 2015 bei Euch posten und den Beitrag zur Singenden Lehrerin verlinken.

[Blogparade] Autorenmarketing ist furchtbar (oft) – Teil 2

An der Stelle würde ich gerne die Perspektive wechseln und im zweiten Teil meines Beitrags zu Veras Blogparade noch etwas als leidenschaftliche Leserin sagen. Ich lese nämlich selbst sehr viel – gerne auch Buchblogs und die Social Media Präsenzen von anderen Autoren.

Von den meisten Autorenseiten bin ich sehr enttäuscht. Ich will nicht einfach nur was vom Verlag serviert bekommen, sondern auch den Autoren selbst erleben, entdecken, von den Dingen, die ihm oder ihr wichtig sind, etwas erfahren. Zum Beispiel hatte ich das bei „Die Tribute von Panem“ gehofft.

Ich mag es, wenn ich beim Lesen seines Buches, ein Bild vom Autoren im Kopf habe. Dass er zum Beispiel ein kinderloser Intellektueller ist, der auf dem Brandenburger Land in einer blauen Mühle wohnt. Dass sie jeden Morgen 5 Uhr aufsteht und in ihr Büro hinter der Garage geht, um erst einmal zwei Stunden zu schreiben und danach das Frühstück für die Familie zu machen.

Ich hab zum Beispiel mal Christoph Meckel einen langen langen Brief geschrieben, auf den er kurz geantwortet und aber jede Menge Lavendel mit in den Brief gesteckt hat. Da hatte sein nächstes Buch, das zwischen Lavendelfeldern gespielt hat, eine ganz andere Grundmusik.

Oder ich vergesse nicht, wie uns unser Literaturprof erzählt hat, wie Erich Fried mit einer Aldi-Tüte auf die Bühne gehumpelt kam. Der Literaturprof war ganz jung, frisch verliebt und freute sich auf Liebesgedichte: Und dann dieser kleine, humpelnde Mann mit einer Aldi-Tüte. Das ist so sehr Fried und das ist zugleich so sehr das, was sein Geschriebenes ausmacht.

Solche kleinen Anekdoten lesen wir als Leser heute zwischen den Social-Media-Zeilen und bringen uns einem Autoren menschlich näher.

Drei moderne Beispiele für Autorenmarketing, die mir spontan einfallen, sind:
Elli Minz, einer lieben Selfpublisher-Kollegin von der es auch bald ein neues Buch geben wird.
Susan Dennard, die eine nette Seite und auch einen lesenswerten Newsletter hat.
Kate Harrison, die Autorin der „Soul Beach“-Trilogie, hab ich zum Beispiel sehr positiv und als offen im Netz erlebt. Man kann mit ihr schon mal darüber plaudern, wie es um ihr Deutsch steht, dass sie als Kind gelernt hat.

Geht es Euch auch so, dasss Ihr mit Autoren kleine Anekdoten verbindet und auch Bilder im Kopf habt? Ist Euch das wichtig oder egal?

Du willst noch meinen ersten Beitrag zu Veras Blogparade lesen? Hier entlang.

[Blogparade] Autorenmarketing im Web Teil 1

Bei Vera läuft noch bis zum 28.02.2015 die Blogparade „Autorenmarketing im Web“. Und weil es ein Thema ist, was mich als Autorin und als Leserin berührt, habe ich meinen Beitrag aufgeteilt.

Welche Bedeutung hat Dein Blog für Dein Marketing im Web?

Ein Blog bringt Traffic aber ich sehe keine direkten Auswirkungen in den Verkaufszahlen. Insofern gebe ich Julia Recht: Bloggen bringt als Autor nur etwas, wenn man wirklich Spaß daran hat. Es ist mehr eine langfristige Angelegenheit, über die Leserinnen und Leser die Chance haben, etwas mehr über die Person zu erfahren, die hinter den Büchern steckt.

Wie oft veröffentlichst Du einen Blogartikel und zu welchen Themen schreibst Du?

Im Dezember 2014/Januar 2015 hab ich geschaut, wie der Blog bisher gelaufen ist und habe einen Redaktionsplan gemacht. Bis dahin hatte ich einfach zu unregelmäßig gepostet und war damit selbst nicht glücklich. Grundsätzlich habe ich mir zwei Rubriken überlegt, um einen Leitfaden dafür zu haben, wozu ich poste. Mittwochs gibt es Dinge aus der „Werkstatt“ und es gibt den Retrofreitag, wo ich alte Sachen poste (Fotos, meine Lieblings-Bücher etc.). Das ist der grobe Plan. Der Rest ergibt sich spontan beim Arbeiten. Ganz toll ist dabei auch immer der Kontakt zu anderen Bloggern, dem versuche ich Rechnung zu tragen.

Auf welchen Social-Media-Plattformen bist Du vertreten und wo besonders aktiv?

Bei Twitter bin ich mehr als für meine Zeit gut ist, aber ich mag es einfach: Die Kürze, die klaren Sätze, die direkte Kommunikation. Du lernst schnell neue Leute kennen, entdeckst viel. Irgendwie ist es toll, das kann man nicht erklären, dafür muss man einfach der Typ sein. In Facebook dagegen poste ich eher selten. Dort bin ich auch und halte zum Beispiel den Kontakt zu alten Freunden, aber eher über die privaten Nachrichten. Bei Facebook habe ich nicht das Gefühl, wirklich einfach neue Dinge entdecken zu können – aber ich bin offen, das in Zukunft weiter zu entwickeln. Tumblr ist etwas, wo das Entdecken auch sehr gut geht. Genauso wie bei Twitter. Aber Tumblr, das muss man gleich sagen – ist eine reine Herzensangelegenheit, reiner Spaß, das bringt mir als deutschpublizierender Autor nichts.

Wie oft postest Du etwas auf den Social-Media-Plattformen und was sind die Inhalte Deiner Posts?

Tumblr: ist meine visuelle Spielwiese, da poste ich Bilder die thematisch gerade zu meiner Arbeit und zu Covern passen.

Twitter: Mache ich unter der Woche im Augenblick täglich und wenn es sich ergibt am Wochenende. Aber am Wochenende verschlucken mich eher die Bücher und ich vergesse die Technik (ja auch wenn ich elektronisch lese). Ich poste über bewegende Dinge, meine Arbeit (wenn mich die Temp-Umgebungsvariable zum Beispiel mal wieder in den Wahnsinn treibt), inspirierende Sachen und ein bisschen über Branchen-Stuff.

Facebook: Da geh ich wie gesagt mehr über den direkten, privaten Austausch.

Auf welchen Special-Interest-Plattformen, wie Lovelybooks usw., bist Du vertreten? Wie aktiv nutzt Du sie? & Gibt es noch andere Tools im Web, die Du für Dein Marketing nutzt?

Lovelybooks, bloglovin/blogconnect habe ich gerade angefangen zu testen. Aber das steckt noch komplett in den Kinderschuhen. Bei Lovelybooks mache ich gerade die erste Leserunde mit, das ist sehr sehr spannend.

Wie definierst Du Erfolg für Deine Aktivitäten im Web?

Bisher hat sich der Erfolg meiner Bücher, die ja noch ausschließlich bei Amazon sind, komplett aus der Sichtbarkeit bei Amazon gespeist. Ich hatte Glück, dass sich sehr viele Leserinnen und Leser für meine Geschichten interessiert haben und ich nach der Veröffentlichung schnell über das Ranking sichtbar war. Da gehören ja ein paar mehr Downloads und Käufe dazu, als dass über ein „paar“ Internet-Kontakte Käufer zu Amazon finden. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich selbst nicht der Typ für direkte Werbung bin und zum Beispiel Twitter-Posts „Kauf xyz“ nicht mag und so etwas sehr ungern poste. Da gehen mir sicher auch „zwei, drei“ Käufer verloren.

Die ganzen Internetaktivitäten sehe ich als ein Paket und langfristig (auch wie Vera schreibt: „als Mosaiksteinchen“). Ich habe ein paar Pläne für Bücher und hoffe, dass ich sehr sehr lange die Gelegenheit habe, Fiktion zu schreiben. Erfolg ist für mich, wenn ich das Gefühl habe, dass Leute meine Arbeit mögen. Dazu gehören auch meine Online-Aktivitäten. Und wenn ich den direkten Austausch habe, jemand gerne mein Testleser sein möchte, mir schreibt, dass ihm eine Geschichte besonders zu Herzen gegangen ist. Erfolg ist für mich auch, mich mit anderen Bücherliebhabern ernsthaft auszutauschen. Mir sind echte Beziehungen wichtig. Das ist für mich Qualität und Erfolg.

Trotzdem schaue ich mir natürlich auch an, wie die Leserzahlen auf dem Blog sind. Wenn die steigen bilde ich mir ein, etwas richtig zu machen. Und dann versuche ich das, was ich richtig mache, noch richtiger zu machen und den Rest versuche ich sein zu lassen.

Eins vielleicht noch: Ich habe ja viele Jahre Zeitungen und Magazine gemacht. Da war eine Regel, dass etwas gut läuft, wenn nicht zu viele Beschwerden kommen und wenn es gleichzeitig diese bestimmte Art von Anfeindungen gibt, weißt Du, dass es richtig gut war. Manche Dinge bekommt man ja immer nur am Rande oder kurz vor der Löschung mit: Es ist schon heftig was im Internet gedisst, getreten, gemobbt etc. wird. Aber damit kann man umgehen lernen.

Hast Du weitere Pläne oder Ziele für Deine Marketingaktivitäten im Web?

Ich hoffe, dass ich den Austausch mit anderen Bloggern und meinen eigenen Blog weiter so intensiv betreiben kann. Auf Lovelybooks oder bei Goodreads würde ich gerne aktiver sein, da muss ich schauen, was ich machen kann.

Was ist Dein Tipp an alle anderen, die sich auch mit Autorenmarketing im Web beschäftigen?

  • Macht einen Plan, denkt professionell und nehmt Euch nicht zu viel vor.
  • Denkt einen Blog langfristig und realistisch.
  • Macht die Dinge, die zu Euch passen und seid ehrlich: Findet Eure eigene Stimme.
  • Habt Geduld.
  • Lest viel zum Thema: Zum Beispiel die anderen Beiträge zur Blogparade. Da werden viele wichtige Sachen genannt.
  • Neben den ganzen sehr netten Dingen, die im Netz passieren, gibt es auch üble Sachen. Die gehören leider dazu. Dagegen gibt es Mittel: Legt sie Euch zu für den Fall, dass Ihr angegriffen werdet, und bleibt selber nette Menschen.
  • Der absolute Killer sind Autorenseiten die nicht gepflegt werden. Löscht das bitte! Ich kann eher damit leben, dass es nichts zu finden gibt, als dass es schlechte Inhalte gibt.

In Teil 2 lest Ihr, warum ich Autorenmarketing furchtbar finde. Aber bevor Ihr geht, würde mich brennend interessieren: Kann es sich ein Autor überhaupt leisten, sich in seinen Social Media Kanälen auf die Inhalte zu konzentrieren? Muss er oder sie manchmal nicht doch über die Schmerzgrenze hinaus Werbung machen?

© 2017 Anna Thur. Alle Rechte vorbehalten.

Thema von Anders Norén.