gegenteil Einsamkeit Blog Anna Thur kleinSo ein Buch passiert dir selten. Du liest zwei Seiten und schreibst danach selbst drei, vier oder mehr. Oder sitzt einfach nur da und denkst nach.

Dann brauchst du wieder ein paar Tage, um weiterlesen zu können. Zwischendurch liest du ein bisschen in einem anderen Buch, weil es irritierend ist, so langsam zu lesen, aber es packt dich nicht, du kehrst zu „Das Gegenteil von Einsamkeit“ zurück.

Und plötzlich fragst du dich, wie dir das Buch gefallen hätte, wenn nicht alle geschrieben hätten, dass es SOOOO toll ist und dass sie so tragisch ums Leben kam. Aber das ist inzwischen längst egal, du willst einfach weiterlesen. Hinterher fällt es dir schwer, alle Gedanken zu diesem Buch in einen Rahmen zu packen. Was will man schon darüber schreiben ohne zu spoilern?

Jede Geschichte ist anders und hat ihre eigene Dynamik. Kein Satz ist berechenbar, er wächst aus der Geschichte heraus. Erzählt wird mit einer Stimme, die verdammt jung ist. Ecken und Kanten hat, ohne in Abgründe zu stürzen.

Und diese Stimme ist ganz die Stimme der Autorin, da ist niemand anderes zu lesen – kein Markt, der Strukturen vorgibt, keine Floskeln, keine vorgefertigten Schablonen, einfach nur diese eine unverwechselbare, neue Stimme. Das ist letztlich das größte Phänomen und vielleicht das, was andere als ihr unglaubliches Talent beschreiben. Es ist irre schwer, als Autor seine eigene Stimme zu finden. Marina Keegan ist nur 22 Jahre alt geworden und hat es geschafft.

Das alles ist Inspiration. Das Buch kostet viel wertvolle Zeit, von der sich jede Sekunde lohnt.

 

Die Autorin

Marina Keegan (1989–2012) war Autorin, Journalistin, Aktivistin und Schauspielerin. Ihre Abschlussrede in Yale, ›Das Gegenteil von Einsamkeit‹, wurde zur Internet­sensation. Sie erhielt bereits als Studentin zahlreiche Literaturpreise, und ihr Buch wurde hochgelobt und ein Bestseller.
www.theoppositeofloneliness.com

 

Klappentext (S. Fischer Verlage)

Eine Literaturstudentin stirbt mit 22 Jahren bei einem Autounfall.
Und hinterlässt der Welt ungeheure Stories, die Millionen Menschen in hundert Ländern mitreißen. Eine Internetsensation: 2,1 Millionen Klicks, monatelang auf der New York Times Bestsellerliste!

Nur wenige Tage nach ihrem Yale-Abschluss stirbt die 22jährige Marina Keegan bei einem Autounfall. Und hinterlässt der Welt brillante Stories voller Lebenslust. ›Das Gegenteil von Einsamkeit‹ bewegt Millionen Menschen in hundert Ländern.
Marina Keegan war ein Ausnahmetalent. Sie vereint schwerelosen, sensiblen Optimismus mit literarischer Reife. Die Stories sind klangvoll, witzig, und doch gebrochen, manchmal wild und angriffslustig; sie sind ein stürmisches Plädoyer für die Jugend, die Lebensfreude, begeistern durch ihre Hoffnung und Entschiedenheit: Lasst euch nicht gleich von McKinsey anheuern, findet eure Bestimmung, habt Vertrauen in eure Zukunft! Eine flammende Aufforderung, die eigene Jugend und den Sinn des Lebens (wieder) zu entdecken.