Mit dem schönsten Liebesbrief der Welt beginnt „Licht“ von Christoph Meckel. Trotzdem eine traurige Liebesgeschichte, die mich mit 18 oder 19 Jahren dazu verleitete, Meckel einen ‚kleinen‘ Brief von acht Seiten zu schicken, voller Fragen zu Liebe und zum Buch. Er antwortete und schrieb das einzig Mögliche:

 

 

„Zu dem Buch Licht gibt es nichts zu sagen, alles steht drin und natürlich erfindet man die Liebe nicht.“
Dazu steckte im Brief eine handvoll Lavendel aus dem französischen Hinterland, wo er lebte oder immer noch lebt.

 

Christoph Meckel – Licht

In der Erinnerung des Ich-Erzählers ziehen die glücklichen Augenblicke des gemeinsamen Nichtstun wie Sommerwolken vorüber – die Ferien im Süden, die langen Nächte und die scheinbar endlosen Morgenstunden, die Spaziergänge, das Herumlungern auf der Terrasse, in den Cafés an der Küstenstraße, in den rauchigen Kneipen. Er spürt ihren nackten Körper, ihr regennasses Gesicht, die Düfte der Jahreszeiten in der Wiederkehr von Warten und Dasein. Meckel erzählt seine Liebesgeschichte, als wäre der Traum Wirklichkeit und die Wirklichkeit Traum – eine poetische Verzauberung.
 

Taschenbuch, S. Fischer Verlage
ISBN: 978-3-596-22100-4