Der Verlag schreibt über das Buch:

Ein Paar beim Ehebruch. Die leidenschaftlichen Liebesspiele machen bald Platz für Momente voller Qual. Eine in sich abgeschlossene Geschichte, verstörend und sehr erotisch, über das Verhältnis von Männern und Frauen zur Liebe.

New York. Ein Hotel in der Nähe des Central Park. Im Zimmerfenster eine Flasche Wein und Gläser und ein Paar, das sich fieberhaft umarmt. Doch nach und nach fordert die Realität ihr Recht ein. Er steht auf. Sie raucht lächelnd eine Zigarette, gibt ihm einen langen Kuss. Sie wirkt glücklich. Er ist unruhig. Er verschwindet mit einem riesigen Blumenstrauß, der nicht für seine Geliebte bestimmt ist, sondern für Julia, seine Frau, eine Galeristin. Sie, das ist Rachel, eine erfolgreiche Schriftstellerin, im besten Alter, verheiratet, zwei Kinder, eine hektische und selbstbewusste, junge Frau. Er, Luka, Jurist, ebenfalls verheiratet, wird an diesem Abend auf einer Feier erwartet, die seine Frau zu Hause veranstaltet. Daher der riesige Blumenstrauß… und ein wenig auch für seine Schuld, denn Luka wird den ganzen Abend anderswo verbringen.
Warum haben Rachel und Luka nach diesem Abenteuer gesucht, das sie immer tiefer in emotionale Verstrickungen manövriert?

 

Das denke ich:

Was harmonisch, verspielt beginnt, macht der Realität Platz. Aus gestohlenem Glück entpuppt sich ein Drama ohne Auflösung.
Die Autorin fängt die Szenen des Ehebruchs ein, explizit, hocherotisch doch ohne den schmalen Grat zu verlassen, von dem Erotik so schnell abrutscht und beliebig, billig, wird. Die Sprache trifft präzise den Kern des Geschehens und der Qual.
Die Bilder sind intim und trotz der Grautöne warm. Nur ein paar wenige Rückblenden sind in einem Rotton gehalten und brechen damit über den Alltag herein.
Erwartet habe ich eine Graphic Novel, der Verlag nennt es ein ‚Album‘ und ich gebe ihm recht: Insgesamt sehr hochwertig.

Fakten:

‚In Bed‘
Autor Lydia Frost
Zeichner Kalonji
Hardcover
88 Seiten
Band 1 von 1
Splitter Verlag
erschienen am: 01.05.2015
17,80 €
ISBN 978-3-95839-143-7

Die Altersempfehlung reicht je nach Anbieter von 16/17 bis 20 Jahre.