Anna Thur

Menü Schließen

Jetzt wird’s intim: Liebster Award

 Madita Kohrt hat mir beim Liebster-Award diese Fragen gestellt:

 

Wie bist du zum (Buch-/Blog-)Schreiben gekommen?

In der Grundschule hab ich für eine Kurzgeschichte einen Preis gewonnen. Mehr weiß ich nicht mehr. Aber offensichtlich hab ich da schon geschrieben. Tagebücher hab ich bis vor ein paar Jahren immer sehr viel geschrieben. Dann gab es, es muss so in der 10. Klasse gewesen sein, dieses Theaterstück … Ich hab die Schülerzeitung gegründet und die Abizeitung ins Leben gerufen. Nach dem Abi ging es dann bei den Tageszeitungen los und an der Uni hab ich mit zwei Freunden eine Fakultätszeitung gemacht. Dann kamen PR-Texte dazu und es wurde länger: Fachtexte und -bücher.

Das war eine gezielte Entscheidung: Ich hab immer geschaut, wie ich mein Schreiben weiterentwickeln und trotzdem davon leben kann.

Vor drei Jahren hab ich angefangen, fiktionale Sachen für Frauenmagazine zu schreiben und seit einem Jahr gibt’s die Kurzromane Online. Den Blog gibt es auch seit einem Jahr, aber das erste halbe Jahr hab ich nur experimentiert. Erst seit Kurzem blogge ich regelmäßig.

 

Wie und womit planst du deine Bücher/Blogposts und woher kommen deine Ideen?

Jahrelange Arbeit in Redaktionen und an Fach-Publikationen prägen ganz schön (auch die Ideenfindung). Deshalb hab ich für meinen Blog einen klassischen Redaktionsplan. Dadurch kann ich zum Beispiel abfedern, wenn spontan mal nicht so viel kommt. Bücher entwickle ich mit den Werkzeugen, die ich im Drehbuch-Fernstudium gelernt habe.

Praktisch fang ich da damit an, Karteikarten zu beschreiben und die dann die Wände pflastern. In einem einfachen Doc mach ich die Heldenreise, Kapitelüberblick, Treatment, Exposé. Charakterbeschreibungen, Szenendetails und Text mache ich in einer Software für Drehbuchautoren.

 

Liest du gern? Hast du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor?

Ich lese sehr sehr gerne und viel. Schon immer aber nicht immer gleich. Manchmal verschwand sie auch in eine Bibliothek und ward Tage, Stunden nicht gesehen … Manchmal rühre ich monatelang kein Buch an. Nach meinem Germanistik-Studium zum Beispiel. Da hat es eine Weile gedauert, bis ich wieder gelesen habe.

Ich lese nur, wenn mich ein Buch wirklich packt.

Einen Lieblingsautoren habe ich nicht. Es gibt dafür einfach zu viele gute Bücher und Autoren. Außerdem verändert man sich selbst und damit auch die Geschichten, die gerade wichtig sind. Und manchmal liebe ich ein Buch, finde den Autoren menschlich schwierig oder sogar furchtbar.

 

Woran schreibst du zur Zeit?

Diesen Monat habe ich zu meinem Blogmonat auserkoren und tobe mich so richtig aus. Deswegen passt es auch mit den zwei Nominierungen für den Liebster-Award. Die Bartliebe ist gerade wichtig (auch im tumblr). Der nächste Band von Kurzromanen soll im Februar rauskommen und je nachdem, wie ich mit der Technik weiterkomme, wird es die Kurzromane vielleicht wieder einzeln an anderer Stelle geben. Gleichzeitig schreibe ich an „Ella Wildblume“, einem Langprojekt. Und da sind ja noch die Magazin- und PR-Texte, die ich laufend mache.

 

Wie startest du morgens in den Tag?

Das hängt immer davon ab, was anliegt. Als Freiberuflerin ist das nicht immer gleich. Manchmal setze ich mich gleich nach dem Aufwachen an den Computer, das kann auch mal sehr sehr früh sein. Frühstück ist eine Konstante, das gibt es 6.30 Uhr. Danach bringe ich meinen Sohn zur Schule und es geht im aktuellen Tagesprogramm weiter.

 

Was war der bisher schönste Moment in deinem Leben?

Darauf fällt mir erst einmal nur eine Gegenfrage ein: Denn was ist der schönste Moment? Es gibt so viele schöne Momente und furchtbare Sachen, die hinterher Gutes bringen. Und manchmal müssen wir die schönsten Momente loslassen, weil es sonst nicht weiter geht.

Ein sehr schöner Moment im rein ästhetischen Sinn war ein Sonnenaufgang. Wir waren sehr früh aufgestanden, um ein Sammeltaxi in die Berge zu nehmen. Wir saßen zwischen Männern und Frauen mit bunten Sarongs. Der Mullah rief zum Morgengebet. Der Kleinbus schüttelte uns über die Serpentinen, immer weiter rauf. Bis hin zu dem Punkt, dem wir ihm mühselig irgendwie klar gemacht hatten. Wir waren unglaublich müde, weil im Urlaub und sonst nicht so früh auf den Beinen. Mit schweren Füßen gingen wir weiter und fragten uns, wer auf diese blöde Idee gekommen war. Und dann bogen wir um die Ecke und plötzlich lag da dieses Tal vor uns … Der berühmte Morning Dust in den Cameron Highlands, Morgennebel über einer Teeplantage in Malaysia, tausend Schattierungen von Grün, Sonne die über den Berg kroch und durch Wolken brach …

 

Welche fiktive Person aus Buch oder Film/Serie würdest du gern einmal treffen?

Das Mysterium in Persona Henrietta „Hetty“ Lange aus NCIS: LA gespielt von Linda Hunt. Mit meinen Fragetaktiken würde ich sie bestimmt dazu bekommen, mir das eine oder andere Geheimnis zu verraten …

 

Was sind deine Vorsätze für 2015?

Ehrlich gesagt mache ich keine Vorsätze, weil das irgendwie nicht funktioniert. Ich brauch Ziele, klar formuliert mit Terminen und allem Schnickschnack. Sonst bleibt es ein „man müsste mal“ und ich mach was anderes.

Zum Beispiel beim Blog. Der hat bald seinen 1. Geburtstag. Im ersten halben Jahr habe ich rumprobiert. Ich hatte ständig im Kopf, dass ich da mal irgendwie mehr machen müsste. Eingeplant habe ich es nicht und mich dann gewundert, dass am Ende der Woche wieder nichts Neues auf dem Blog stand. Also hab ich mich wie in einer Redaktion hingesetzt und das so erarbeitet, dass ich Platz im Terminkalender dafür geschaffen habe und einen Leitfaden für Blogbeiträge habe. Ich schau jetzt, wie ob der Plan funktioniert und werde dann nachbessern.

 

In welchem Land würdest du gern für ein Jahr wohnen?

Ich finds prima hier und liebe Jahreszeiten. Aber ich würde gerne wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn ein ganzes Jahr die Sonne scheint: Da irgendwo.

 

Ganz ehrlich, wie aufgeräumt ist dein Schreibtisch?

Im Augenblick bin ich in einer sehr intensiven Schreibphase. Da geht ohne einen aufgeräumten Schreibtisch gar nichts. Er ist sehr ordentlich. Am Ende einer Schreibphase gibt es einen Stapel mit den unerledigten Sachen, die ich dann anfassen muss – ich versuche alles in einen Ablagekasten zu werfen, damit es nicht zu chaotisch wird. Wenn ich mitten im Schreiben bin, ist das aber nicht mehr wichtig. Da gibt es nur die Geschichte.

 

Kaffee oder Tee?

Morgens Kaffee und dann im Winter über den Tag auch gerne Tee. Aber ich bin definitiv ein Kaffee-Mensch.

 

Ich nominiere:

Thomas Sillmann http://www.thomassillmann.de/

Andrea Behnke http://www.andreabehnke.de/blog/

Vera Nentwich http://veraswelt.coni.de/blog/

Die Herzensseherin by Manu http://www.bymanu-moshiki-blog.de/

Sally Massmann von „Tweak your English“ https://sallymassmann.wordpress.com/

Da hier noch Platz ist, nehme ich auch gerne Vorschläge entgegen, wer noch nominiert werden sollte (11 darf ich).

 

Meine Fragen an diese Blogger:

Du richtest ein ganz besonderes Dinner aus: Welche fiktiven Charaktere aus Büchern, Filmen oder Serien lädst Du ein?

Oder doch lieber reale Personen?

Was gibt es zu essen?

Wer sticht an diesem Abend heraus und warum?

Wie endet der Abend?

 

Was machst Du, wenn Du mal nicht kreativ sein kannst, wie tankst Du wieder auf?

Es gibt Leute, die schreiben ihre Ideen auf Zettel und packen sie in eine Box. Wie sammelst Du Deine Ideen?

Stell Dir vor: Wie bist Du mit 70?

Was wolltest Du als Kind werden?

Du hast einen Wunsch frei: Was wünschst Du Dir?

Was planst Du für Deinen Blog für die nächsten 12 Monate?

© 2017 Anna Thur. Alle Rechte vorbehalten.

Thema von Anders Norén.