Anna Thur

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Kategorie: unterwegs (Seite 1 von 3)

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#Leseparty – Meine Updates

Gestern bin ich ja in die #Leseparty eingestiegen und bin völlig darin versunken 😉 Ich mag die Aktion sehr und freue mich, dass uns noch zwei Tage bleiben. Hier in diesem Post werde ich Dich auf dem Laufenden halten und Jess‘ Fragen beantworten.

Jess fragt (A1): Zum Startschuss der #Leseparty möchte ich natürlich wissen, welche Bücher ihr als eure Partybegleitung erkoren habt!

Natürlich sind zuerst die Bücher meine Partybegleitung, die gestern beim Speed Dating dabei waren. Danach geht es sofort an meinen Herbst-Stapel, von dem auch noch etwas übrig ist. Ich lasse mich da treiben und entscheide spontan. Wenn Du ganz aktuell wissen willst, welches Buch gerade dran ist, schau auf Twitter oder Instagram, da poste ich bestimmt etwas. Und das hier ist mein Herbst-Stapel:

 

Jess fragt (A2): Wenn wir schon beim Nachmittagskaffee sind: mit welchem Autor oder welcher Autorin würdet ihr zu gerne mal einen Kaffee (oder Tee) trinken?

Es war eigentlich schon schwer genug, sich für Steffis Top Ten Thursday zu entscheiden, welche Zehn Autoren ich gerne treffen möchte. Und jetzt das: Ich darf nur Einen treffen? Hahaha. Ok, ich entscheide mich spontan für Nickolas Butler. Aber das müsste dann bitte eine Teerunde unter freiem Himmel sein  …

Jess fragt (A3): Auf der Messe werden vor allem die vielen, vielen Bücher und Bücherwände bewundert – das können wir doch auch! Macht einfach ein Bild oder mehrere von euren Büchern, Bücherregalen, Bücherstapeln – ganz wir ihr wollt!

In den vergangenen Wochen wurde ich schon mehrfach nach Bildern von meinen Bücherregalen gefragt. Darauf gebe ich sehr ungern Antwort und normalerweise weiche ich aus. Nicht, weil es zu privat ist oder ich sie nicht zeigen möchte. Das betrifft meine alten Bücherregale zumindest. Denn ich hatte mal eine sehr schöne Sammlung, die mir sehr am Herzen lag. Hatte. Bis zu einem Hausrattotalschaden. Jetzt habe ich wieder ein paar Bücher und auch ein paar Regale, aber die sind nicht aussagekräftig. Es sind sehr schöne Sachen dabei und ich bin sehr dankbar für das, was ich habe. Aber es macht einfach keinen Sinn, davon Bilder zu zeigen.

 

Jess fragt (A4): Erzählt mal, wie sieht eure Blog-Routine aus – habt ihr bestimmte Tage/Zeiten, an denen ihr bloggt? Schreibt ihr Rezensionen gleich nach Beenden der Bücher oder erst später?

Da ich erst seit Januar wirklich regelmäßig blogge, schreibe und auch noch meine Brotarbeit habe, habe ich noch nicht wirklich eine Blogroutine. So langsam entwickelt sie sich. Zum Beispiel geht es Montag erst mal mit dem Blog und Büro los. Das passt gut zusammen. Ansonsten muss ich immer schauen, wie ich es alles unter einen Hut bekomme und ein Familienleben gibt es ja auch noch 😉

Ob ich die Rezensionen gleich oder später schreibe, hängt ganz vom Buch ab. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, zwischendurch immer gleich Notizen zu machen. Das hilft sehr, selbst wenn ich eine Rezension mal später verfasse. Aber wenn mich ein Buch stark beschäftigt, dann kann es schon mal sein, dass ich richtig viel notiere und das einfach nicht in einen Post passt. Dann muss ich das alles sacken lassen. Es gibt aber Bücher, so wie die Rockertochter, die sich superschnell weglesen und auch schnell rezensieren lassen.

 

Jess fragt (A5): Was darf euch so beim Lesen begleiten? Schokolade oder Kekse, Tee oder Kaffee, Musik oder keine Musik – erzählt uns von euren Lese-Begleitern!

So wirklich bewusst mich begleiten lasse ich mich nur, wenn ich zum Lesen rausgehe. Dann nehme ich was Kekse und etwas zu trinken mit. Aber ansonsten muss ich gestehen, wenn mich ein Buch packt, vergesse ich alles rundherum. Dann vergesse ich zu essen und zu trinken oder denke nicht darüber nach. Musik funktioniert auch gar nicht dazu. Ich muss mich voll auf ein Buch konzentrieren können. Was jetzt nicht heißt, dass ich unterwegs nicht lesen kann, wenn Nebengeräusche sind. Das ist mir ziemlich egal. Aber zu Hause würde es im Zweifelsfall so ablaufen, dass ich Musik anmache und dann weder zuhöre noch merke, wenn sie ausgegangen ist. In diesem Sinne: Ich bin ein Pur-Leser.

Hier lese ich zum Beispiel sehr gerne draußen und genieße zwischendurch den Blick auf die Glienicker Brücke, die hier nur sehr vage zu erkennen ist.

Bei meiner #Leseparty ging es übrigens mit Lacombes „Superhelden – Das Handbuch“ weiter und Alex vom Blog Bücherwahnsinn durfte ich ein paar Fragen dazu beantworten: „Ich lese gerade … Mit Anna Thur“.
 

Jess fragt (A6): So viele Blogs haben bei der #Leseparty mitgemacht – und tun es immer noch – welche neuen Blogs und Blogger habt ihr entdeckt? Welche Posts gefallen euch besonders?

Also gibt viel Neues zu entdecken und viel zu Stöbern. Besonders gefallen hat mir und gefällt mir noch, neue Twitterer zu entdecken. Schön, was da alles an den #Leseparty-Tagen passiert ist.
Bisher habe ich keinen Blog auf dem ich sonst lese, bei der Party entdeckt. Das war aber auch ein Getümmel und ich bin noch nicht durch …

Sehr gemütlich ist die #Leseparty bei Madame Lustig und Ti.Ha http://kunterbunte-flaschenpost.blogspot.de. Ein Blog und eine Bücherliebhaberin, die besonderes Ansteckungspotential (im positiven Sinn) hat, ist definitiv nicoleliest.com (Blog, Twitter und Instagram).

[Blogparade] Astrid Lindgren

Zum Donnerdrummel nochmal: Ronja Räubertochter!!! Das ist Astrid Lindgren zuallererst für mich, oder „Die Brüder Löwenherz“. Aber mein absolutes Lieblingsbuch von ihr, das, das ich immer wieder gelesen habe und im Winter noch lese, ist „Pippi feiert Weihnachten“. Gleich danach kommt Tomte Tummetott.

„Wiesu denn bluss, wiesu denn bluss, wiesu macht sie denn das?“ Ich mag einfach, dass diese drei Geschichten so schlicht sind, ohne banal zu sein. Das sind die kleinen feinen Beobachtungen, die eine dichte Atmosphäre zeichnen.

Bei Pippis Weihnachtsfest kommt natürlich ihre punkige Fröhlichkeit dazu. Wie sie mit dem Pferd die Treppe raufsteigt, den Weihnachtsbaum auf dem Kopf hat, einfach wild die Feiertage angeht und damit die Stimmung dreht, von bedächtig-traurig in fröhlich. So sollte Weihnachten sein. Federleicht.

Die Bücher spielen aber erst seit ein paar Jahren eine Rolle für mich. Als Kind oder Jugendliche kannte ich sie gar nicht. Die Filme habe ich zwar gesehen, aber im Print sind mir die Sachen gar nicht untergekommen.

Erst mit Anfang 20 bekam sie wirklich Bedeutung, als ich „Die Brüder Löwenherz“ geschenkt bekommen und mich sofort in das Buch verliebt habe. Letztes Jahr allerdings habe ich es noch einmal in die Hand genommen und wollte es zusammen mit meinem Sohn lesen. Da habe ich gemerkt, dass es doch nicht immer und nicht zu jedem Kind passt. Wir haben es nicht beendet.

Wenn man in Schweden reist (was wir sehr gerne tun), sind Astrid Lindgren und ihre Figuren natürlich überall präsent, besonders in Smaland. Ich denke da an die „Astrid Lindgren Welt“ in Vimmerby oder an das Sommarland von „Kneippbyn“ in der Nähe von Visby, Gotland.

Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von Spaß- oder Freizeitparks, aber die beiden genannten sind mit so viel Liebe gemacht: Das ist Spaß pur. Und ganz nebenbei konnte ich mir dort den langgehegten Traum erfüllen und Autoscooter fahren, bis ich keine Lust mehr hatte. Einfach schön und wunderbar: wie die Geschichten von Astrid Lindgren.

 

Übrigens sind gerade Astrid Lindgrens Tagebücher im Ullstein Verlag erschienen.

Die Menschheit hat den Verstand verloren

Klappentext: Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Noch bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse? Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Neben dem Kriegsgeschehen erzählt sie von ihrem Familienleben und den ersten Schreibversuchen: 1944 schenkt sie ihrer Tochter das Manuskript von Pippi Langstrumpf zum Geburtstag. Das persönliche Zeitdokument einer sehr klugen Frau, die schon immer den Blick für das große Ganze hatte.

Hardcover ISBN: 9783550081217

E-Book ISBN: 9783843711753

 

Woran denkt Ihr, wenn Ihr den Namen Astrid Lindgren hört?

 

Zur [Blogparade]: Ramona vom Kielfeder-Blog hat sich diese Blogparade anlässlich des Geburtstags von Astrid Lindgren am 14. November ausgedacht.

[Retrofreitag]

„Vier Musketiere“, ein bisschen Meeresnähe und viel Meinung

Der Barther Theatergarten ist wohl das, was man einen Geheimtipp nennt. Jeden Sommer gibt es einen Abenteuerklassiker, in diesem Jahr „Die vier Musketiere“. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, denn nach einem supercoolen „Robin Hood“ (2011) und den „Drei Musketieren“ (2014) versprach die Kombination Martin Schneider (Regie) und Ray Kupper (Kampfchoreografie) wieder Spaß. Und Spaß war auch wieder dabei: Auch!

Zuerst zum Spaß: Die Kulisse ist super und die Teile mit Action sind das, was die Bühne zu einem Geheimtipp macht. Ganz schwer begeistern die Waffen (angefangen bei wunderschönen Degen und coolen Rocker-Kanonen, die sich selbst nicht zu ernst nehmen und dadurch einen unglaublichen Charme entwickeln), die meisten Kämpfe ansich – es ist wie ein spannungsgewaltiger Tanz zwischen den Gegnern, ein Spiel voller Ernst und Eleganz, irre lebendig. Das ist das, was man von Ray Kupper gewöhnt ist und noch viel mehr, der wird immer besser und man freut sich schon darauf, was da noch kommt.

 

ABER: Dieser Bitch-Fight!

Mir fehlen immer noch die Worte. Er war großartig. My Lady (Martha Pohla) überzeugt die ganze Zeit (so fallen übrigens schauspielerisch auch Rochefort, D´Artagnan und Aramis auf). Aber erst in der Bitch-Fight-Szene zeigt sich das auf den Punkt. Der Fight ist großartig trainiert, sitzt und ist genau das, was modernes Theater ausmacht, in Games und Film auch immer mehr kommt: Tolle, feminine Figuren ohne sexistischen Rotz, stark, schön. Da denkt man an die neue Lara Croft, an Heldinnen.

Gut gekämpft und genial beendet: Constanze kann diesen Kampf mit My Lady nicht gewinnen, das passt nicht zu ihrer Rolle. D‘ Artagnan muss es beenden und Rochefort die Tote in einem Bild heraustragen, was doch optisch sehr stark an das erinnert, was RSA Films abliefert. Hammer. Und dramaturgisch hab ich da einen klitzekleinen Fangirl-Moment.

Die dunkle Seite

Vorab muss man sagen, dass in Barth auch mit Schauspielstudenten und Laien gespielt wird. Bisher habe ich das nie als Nachteil gesehen. Muss es ja auch nicht, wenn die Vorbereitung stimmt. Aber dieses Jahr wirkte Vieles unentschlossen und die Darsteller waren manchmal nicht ganz bei der Sache. Das muss nichts heißen, ich habe die Vorstellung zwei Mal gesehen und beide Male waren sehr unterschiedlich. Man kann also Glück haben und das Team hat einen guten Tag.

Irritierend ist auch das Buch. Es gibt schöne Stellen, ohne Frage. Martin Schneider weiß eigentlich schon was er tut. Aber auch hier bleibt das Gefühl zurück, dass man sich nicht richtig entscheiden konnte: Sind wir eine Tragödie oder eine Komödie. Und sorry, aber die Dialoge … Als gelernte Drehbuchautorin hab ich da sicher eine Macke, aber die DIALOGE!

Zwei Sachen haben mich aber so richtig geärgert und irritieren mich angesichts dessen, dass es ein Familientheater ist. Bei der zweiten Vorstellung die ich gesehen habe, schnappt sich einer der Musketiere die Bibel, reißt eine Seite raus und dreht sich eine Tüte. Geht gar nicht!

Das Zweite ist der Seximus. Unterhaltung darf sexy sein, wenn es nicht billig wird. Die zwei Geliebten von Musketier Porthos sind schon fast mehr als grenzwertig. Aber ganz furchtbar war das zweite Lied. Was da aus einem wunderschönen Tango gemacht wurde, ist geradezu ein Verbrechen. Ganz nebenbei schlagen die Kostüme, die dort getragen werden, völlig aus der Art und passen gar nicht zum Stück. Was ist da passiert? Vielleicht denke ich bei dem Lied aber auch zu sehr an das punky-heiße Video vom Gotan Project,  wer weiß.

 

Und nächstes Jahr?

Bei der Samstagsvorstellung gab es einen kurzen, heftigen Regenschauer. Das Stück wurde unterbrochen, die Zuschauer flüchteten unter ein Dach. D‘ Artagnan kam und bot auf sehr nette Weise an, im Theatersaal abzuwarten. Hinterher wurden die Bänke schnell trocken gewischt, mit dabei Bühnenleiter Martin Schneider. Und die Frau im Kassenhäuschen empfängt einen, als würde man zur Familie gehören. Das macht die Bühne aus. Da ist Herz. Deshalb werde ich wieder kommen und hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung gibt. Hoffentlich dann wieder mit jede Menge Kupper, Johann Christof Laubisch als D´Artagnan und gerne auch wieder mit etwas Hip hop.

 

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Danke, dass ich da sein und auch das Training fotografieren durfte!

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