Anna Thur

Menü Schließen

[Blogparade] „Worst & ugliest 2015“ von Alex‘ Bücherwahnsinn

Die Alex vom Bücherwahnsinn hat gefragt, welche unsere schlimmsten Bucherfahrungen 2015 waren und das sind meine:

Worst E-Book: Der Sommer der Freiheit

9783426512166Zugegeben: Bücher dieser Art sind nicht unbedingt meine Lieblingsbücher, aber ab und an kann es ganz nett sein, so etwas zu lesen. Doch leider nicht bei diesem Buch, bei dem ich auch nicht bis zum Ende gekommen bin. Für mich ist essenziell an einem historischen Roman, dass er es schafft, das ganz besondere Ambiente einer Epoche so einzufangen, dass er für uns, heute, interessant ist. Das schafft die Autorin leider nicht. Nett formuliert. Denn eigentlich war ich schwer enttäuscht, wie alt sie klingt, so als wäre sie selbst in diesem Jahr geboren und würde aus ihrem Leben berichten. Schade, denn der Plot ist okay.

Klappentext (Quelle: Droemer Knaur)

Selma ist die Tochter einer angesehenen Zeitungsverlegerfamilie und fährt mit ihrer Familie wie jedes Jahr in die Sommerfrische nach Baden-Baden. Man genießt das elegante Ambiente, die Konzerte und Bälle. Selma hat gerade – zum Entsetzen der Mutter! – das Autofahren gelernt und wartet ungeduldig auf die Ankunft ihres Verlobten Gero. Da lernt sie bei einem Ausflug ins nahe gelegene Elsass den französischen Fotografen Robert kennen – und es ist um sie geschehen. Doch wir schreiben das Jahr 1913, und bald wird der Geliebte zu den Feinden zählen …

 

Worst Buch: John Green

Inzwischen habe ich noch ein paar andere Bücher abgebrochen, aber keines war so wie John Green und hier steht warum

Worst Titel: Man müsste mehr ans Meer

Kein sein, dass ich da inzwischen ein Twitter-Trauma habe, aber da geht es ständig um Meer und mehr Meer und so weiter. So viel, dass ich mich inzwischen Frage, ob das twittertypisch ist und einfach nur die Bergfetischisten woanders unterwegs sind oder ob alle Welt immer nur ans Meer will. Und dann bin ich auf diesen Titel „Man müsste mehr ans Meer“ vom (Augenzwinker) Herausgeber Magnus See gestoßen. Sorry, geht nicht.

Das hätte übrigens fast nur der Titel „Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren“ von Antonia Baum aufgrund der Länge getoppt.

 

Worst Cover: Wie Anatolij Petrowitsch Moskau den Rücken kehrte und beinahe eine Revolution auslöste

 

Wie Anatolij - webWenn Anatolij Petrowitsch gewusst hätte, welche Schwierigkeiten ihm ein kleiner Urlaub beschert, wäre er wohl einfach in Moskau geblieben. So bringt ihn ein fälschlicherweise als Dienstreise ausgewiesener Auslandsaufenthalt ins Visier der russischen Ermittler. Aber da ist ja auch noch Tatjana, die in Ungnade geratene ukrainische Journalistin, die sein Leben nachhaltig verändert, seine Tochter, die einen Nichtsnutz ehelichen will, und Michail, der auch ganz andere Probleme hat. Ein Schulterklopfen von Präsident Putin hilft da nicht viel. Anatolij Petrowitsch, der am liebsten seine Ruhe hätte, sieht sich plötzlich zwischen den Fronten, wird vom Geheimdienst verfolgt, und ist gezwungen, seine eigene Position zwischen Nationalstolz und Regimekritik neu zu definieren.

Katharina J. Ferner
Wie Anatolij Petrowitsch Moskau den Rücken kehrte und beinahe eine Revolution auslöste
Roman
ISBN 978-3-9503991-6-5
160 Seiten
Hardcover
EURO 19,90 (A + D), CHF 28,50
VÖ 7.9.2015

© 2017 Anna Thur. Alle Rechte vorbehalten.

Thema von Anders Norén.