Anna Thur

Menü Schließen

[Blogparade] Astrid Lindgren

Zum Donnerdrummel nochmal: Ronja Räubertochter!!! Das ist Astrid Lindgren zuallererst für mich, oder „Die Brüder Löwenherz“. Aber mein absolutes Lieblingsbuch von ihr, das, das ich immer wieder gelesen habe und im Winter noch lese, ist „Pippi feiert Weihnachten“. Gleich danach kommt Tomte Tummetott.

„Wiesu denn bluss, wiesu denn bluss, wiesu macht sie denn das?“ Ich mag einfach, dass diese drei Geschichten so schlicht sind, ohne banal zu sein. Das sind die kleinen feinen Beobachtungen, die eine dichte Atmosphäre zeichnen.

Bei Pippis Weihnachtsfest kommt natürlich ihre punkige Fröhlichkeit dazu. Wie sie mit dem Pferd die Treppe raufsteigt, den Weihnachtsbaum auf dem Kopf hat, einfach wild die Feiertage angeht und damit die Stimmung dreht, von bedächtig-traurig in fröhlich. So sollte Weihnachten sein. Federleicht.

Die Bücher spielen aber erst seit ein paar Jahren eine Rolle für mich. Als Kind oder Jugendliche kannte ich sie gar nicht. Die Filme habe ich zwar gesehen, aber im Print sind mir die Sachen gar nicht untergekommen.

Erst mit Anfang 20 bekam sie wirklich Bedeutung, als ich „Die Brüder Löwenherz“ geschenkt bekommen und mich sofort in das Buch verliebt habe. Letztes Jahr allerdings habe ich es noch einmal in die Hand genommen und wollte es zusammen mit meinem Sohn lesen. Da habe ich gemerkt, dass es doch nicht immer und nicht zu jedem Kind passt. Wir haben es nicht beendet.

Wenn man in Schweden reist (was wir sehr gerne tun), sind Astrid Lindgren und ihre Figuren natürlich überall präsent, besonders in Smaland. Ich denke da an die „Astrid Lindgren Welt“ in Vimmerby oder an das Sommarland von „Kneippbyn“ in der Nähe von Visby, Gotland.

Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von Spaß- oder Freizeitparks, aber die beiden genannten sind mit so viel Liebe gemacht: Das ist Spaß pur. Und ganz nebenbei konnte ich mir dort den langgehegten Traum erfüllen und Autoscooter fahren, bis ich keine Lust mehr hatte. Einfach schön und wunderbar: wie die Geschichten von Astrid Lindgren.

 

Übrigens sind gerade Astrid Lindgrens Tagebücher im Ullstein Verlag erschienen.

Die Menschheit hat den Verstand verloren

Klappentext: Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Noch bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse? Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Neben dem Kriegsgeschehen erzählt sie von ihrem Familienleben und den ersten Schreibversuchen: 1944 schenkt sie ihrer Tochter das Manuskript von Pippi Langstrumpf zum Geburtstag. Das persönliche Zeitdokument einer sehr klugen Frau, die schon immer den Blick für das große Ganze hatte.

Hardcover ISBN: 9783550081217

E-Book ISBN: 9783843711753

 

Woran denkt Ihr, wenn Ihr den Namen Astrid Lindgren hört?

 

Zur [Blogparade]: Ramona vom Kielfeder-Blog hat sich diese Blogparade anlässlich des Geburtstags von Astrid Lindgren am 14. November ausgedacht.

© 2017 Anna Thur. Alle Rechte vorbehalten.

Thema von Anders Norén.