Auch beim zweiten und dritten Lesen zieht mich das Buch in seinen Bann. Deshalb hole ich es immer wieder mal raus.

Anna Gavalda zeichnet die Figuren so liebevoll wie eine der Protagonistinnen Szenen ihres alltäglichen Lebens zeichnet. Ein leichter Strich hier, eine Kurve da. Sie beschreibt die Menschen voller Liebe, ohne ihre kauzigen Seiten zu verstecken. Sie deckt unbarmherzig auf, Macken, Falten, Hässliches treten zutage ohne hässlich zu sein.

Eine runde Geschichte, in die man sich immer wieder fallen lassen kann. Man träumt sich weg und ist doch ganz in dieser Realität. Poetisch, charmant fesselt die Geschichte, die mit zauberhaften Details gespickt ist ohne auch nur in einer Zeile zu langweilen. Nicht zu Unrecht verkündet der Klappentext, dass man traurig sein wird, wenn die Zeit mit Philibert, Franck und Camille vorbei ist. Und am Ende bleibt dieser Wehrmutstropfen und doch ist man beschwingt wie nach „Die wunderbare Welt der Amelie“.